Stress,
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Stress ist eine normale Reaktion von Körper und Psyche auf Einflüsse,
die nicht mit unserem «Programm» übereinstimmen. Es ist uns
zu kalt, zu warm, wir reagieren auf diese Abweichung. Hormone wie Adrenalin
werden ausgeschüttet, die Atem- und Herzschlagfrequenz erhöht sich,
die Muskulatur wird stärker durchblutet und die Aufmerksamkeit wird verstärkt.
Die Reaktion ist so alt wie die Menschheit. Im Stammhirn sind die Reaktionsmuster
«Kampf oder Flucht» seit Urzeiten verankert. Was geschieht heute?
Es kommt in der Regel nicht zum «erwarteten» körperlichen Effort,
die stressbedingten Botenstoffe werden dadurch nicht auf «natürliche»
wieder abgebaut. Wissenschaftliche Studien sprechen von Auswirkungen wie: Schwächung
des Immunsystems, der Auslösung von Depressionen, Spannungszuständen,
Bildung von Bluthochdruck mit der Folge von Arteriosklerose und Herzkrankheiten.
Stress ist individuell, die Stressoren (auslösende Faktoren) sind bei jedem
Menschen unterschiedlich gelagert. Die Aussage: «Stress beginnt im Kopf»,
hat eine tiefe Wahrheit. Es gibt keinen allgemeingültigen Massstab für
das, was der Einzelne als Stress empfindet. Für viele wirkt Stress in kleiner
Dosis beflügelnd. Gewöhnlich versteht man unter Stress eine Situation,
die sich auf Dauer zermürbend auswirkt, den Dauerstress. Die Ursachen liegen
in Stress gehört zum Alltag wie der Stau zur Autobahn. Dass man einen «Megastress»
hat, gehört schon zum guten Ton. Wer ihn nicht hat, der wird nicht gefordert
oder gibt nicht sein Bestes. Was aber ist Stress? ¦ von ALBERT HILTEBRAND
Der Wille zur Veränderung bleibt Vorraussetzung einer erfolgreichen Stressbekämpfung.
der Person wie auch in den Umwelteinflüssen. Primär interessiert uns
in diesem Zusammenhang die Persönlichkeitsstruktur mit der Wahrnehmung
und ihren Interpretationen sowie den damit verbundenen Verhaltensmustern. Das
Charakterprofil eines Typus zeigt, wo die Ursachen für das mögliche
Stressverhalten zu suchen sind. Drei Beispiele: Typ 1: Die/die «Helfer/Helferin»
kann nicht nein sagen und lässt sich von allen Arbeiten und Pflichten aufbürden.
Braucht jemand Hilfe fühlt, er/sie sich sofort zum Helfen aufgefordert.
Typ 2: Der/die Macherin / Macher ist auf Image und Erfolg ausgerichtet, immer
auf Trab kennt keine Grenzen und visiert schon das nächste Ziel an, kaum
hat sie/er eines erreicht. Typ 3: Der/dem Perfektionistin/en ist es nie gut
genug. Er/sie kann deshalb nicht loslassen, delegieren wird spät oder nie
fertig. Niemand kann es ihm/ihr richtig machen. Das Übel an der Wurzel
packen Was kann man tun, um sich vor Dauerstress zu schützen? Worin besteht
ein geeigneter sowie praktikabler Ansatz? Obwohl Stress ein Massenphänomen
ist, helfen zur dessen Bewältigung generelle Konzepte wenig. Sollen die
Massnahmen von anhaltendem Nutzen sein, ist ein ganzheitliches Vorgehen notwendig.
Fragestellungen wie: «Bin ich am richtigen Arbeitsplatz?», «Ist
meine Partnerschaft in Ordnung?», «Stolpere ich regelmässig
über meine typischen Verhaltensmuster?», dürfen keinesfalls
ausgeklammert werden. Wer nicht wie Sisyphus die Kugel immer wieder von Neuem
den Berg hinauf schieben möchte, das heisst seine Stresssymptome dauernd
mittels Entspannungsübungen, Tabletten erträglich machen will, muss
bei den Ursachen ansetzen. Ein Lösungsansatz: Erstellen eines individuellen
Stressprofils in Bezug auf Charaktertyp und Umfeld. Bildung von Massnahmen mit
den Zielen zur Vorbeugung, Reduzierung, Vermeidung, Erhöhung der Stressresistenz.
Umsetzen in Schritten (auch als begleitenden Prozess). Die Veränderungen
können je nach Situation aus «organisatorischen» Massnahmen,
der Neuorientierung der eigenen Wahrnehmung, der Veränderung bestehender
Verhaltensmuster bestehen. Beispiele zur Stressreduzierung bei Unternehmen Jobbeschreibung
mit Pflichtenheft, klare Kompetenzregelungen, offene Kommunikationskultur, Coaching,
gesteuerte Verteilung des Workloads, Monitoring des Arbeitsplatzklimas, …
. Im Privaten: offene Kommunikation in der Familie, «Streitkultur»,
gute Aufgabenteilung, Selbst- und Zeitmanagement, körperlicher Bewegung,
. . Voraussetzung ist und bleibt aber grundsätzlich die Bereitschaft und
der Wille zur Veränderung, mit dem Ziel gesund zu bleiben. Stress ist normal
Dauerstress ein Grund zur Veränderung! Bild: pd Albert Hiltebrand ist Institutsleiter,
Berater und Trainer am owi open way institute für Beratung, Training und
Weiterbildung in Winterthur oder Dieser Artikel erschien am Samstag, 26. Oktober
2002 in den folgenden Organen: Der Landbote, Der Zürcher Oberländer,
Anzeiger von Uster, Thurgauer Nachrichten und Zürichseezeitung, Stress,
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The Good Solution GmbH Winterthur, Kanton Zürich Schweiz, Albert Hiltebrand