Doch
was ist Mobbing? - Definition des Begriffs Mobbing als Psychoterror am Arbeitsplatz
beschränkt sich nicht auf die Arbeitswelt. Er ist auch in der Schule unter
den Schülern und Lehrkräften, in Vereinen, in der Nachbarschaft oder
in der Familie anzutreffen. Jährlich werden dadurch Tausende von Menschen
seelisch und körperlich krank, in extremen Fällen sehen diese als
einzigen Ausweg nur noch die Selbsttötung. Das Wort Mobbing stammt aus
dem englischen Sprachgebrauch und kommt von: „to mob“ was soviel wie anpöbeln,
schikanieren heisst. Doch wann konkret spricht man von Mobbing? Wenn die Mobbing-Handlungen
systematisch, oft und wiederholt (ein- bis mehrmals pro Woche) auftreten und
sich über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr erstrecken. Einmalige
Vorfälle oder Konflikte zwischen etwa gleich starken Parteien werden nicht
als Mobbing bezeichnet. Was begünstigt das Ausbreiten von Mobbing? In Unternehmen
und Organisationen können viele Ursachen angeführt werden: Vorgesetzte
nehmen ihre Führungsaufgabe nicht wahr - Aufgaben und Kompetenzen der Mitarbeiter
sind unzureichend definiert - extremer Arbeits- und Zeitdruck - Restrukturierungen
mit Stellenabbau werden angekündigt, ohne dass über längere Zeit
kommuniziert wird, wen es konkret trifft - Machtmissbrauch - interne Machtkämpfe
- extreme Form von Wettbewerbskultur, ... Im Privaten sind die möglichen
Ursachen: Rücksichtslosigkeit - Ausgrenzung von Einzelnen oder Minderheiten
aufgrund religiöser, kultureller oder herkunftsbedingter Unterschiede -
übertriebener Macht- und Führungsanspruch, ... Generell kann festgestellt
werden, dass ein Klima von allgemeiner Unzufriedenheit, Verunsicherung oder
von permanenter Überbelastung das Entstehen und die Ausbreitung von Mobbing
begünstigt. Gravierende Folgen für die Opfer wie auch für die
Wirtschaft. Nach Berechnungen des Wirtschaftsmagazins „Cash“ kostet der Psychoterror
am Arbeitsplatz die Schweizer Wirtschaft jährlich über 4 Milliarden
Franken. Die betroffenen MitarbeiterInnen sind zunehmend weniger ansprech- und
belastbar, ihre Belastbarkeit und Arbeitsleistung nehmen ab, ihre Handlungen
werden immer emotionaler. Die Absenzen nehmen zu, bis die Personen letztendlich
über längere Zeit krankgeschrieben sind und am Schluss kündigen
oder gekündigt werden. Bei den betroffenen Personen reagieren Körper
und Psyche mit Symptomen wie: hoher Blutdruck, Häufung von Erkrankungen,
schneller Ermüdung, Burn-out-Syndrom, Schlafstörungen, diverse Formen
von depressiven Zuständen, starkem Selbstwertverlust, innere Unruhe, ...
Es besteht die akute Gefahr das die Mobbing-Opfer körperliche und seelische
Schäden erleiden, die eine längere Arbeitsunfähig zur Folge haben.
Die „gemobbten“ Personen fühlen sich auf die Dauer hilflos, unterlegen
und ausgeliefert. Wer mobbt? "MobberInnen" in Unternehmen sind gleichgestellte,
vorgesetzte oder untergebene MitarbeiterInnen oder Personen, die eine Person
oder eine Gruppe an ihrem Arbeitsplatz oder in ihrem Umfeld schikanieren, belästigen,
beleidigen, ausgrenzen oder ihr demütigende Arbeitsaufgaben zuweisen. Mobbing
durch Vorgesetzte wird auch als "Bossing" bezeichnet. Aufklären
und vorbeugen ist besser als „reparieren“! Es ist wie mit der Gesundheit: ist
die Krankheit bereits stark vorgeschritten, hilft in vielen Fällen nur
noch eine Notoperation mit unsicherem Ausgang und oft langer Rekonvaleszenzzeit.
Deshalb gilt: "Vorbeugen ist besser als heilen". Wie kann sich Mobbing
äussern? Die Handlungen bestehen aus Grenzüberschreitung und Machtmissbrauch.
Einige Beispiele aus einer langen Liste von Mobbing-Handlungen: der/die Vorgesetzte
schränkt die Möglichkeiten ein, sich zu äussern - Sie werden
ständig unterbrochen - Kollegen schränken die Möglichkeiten ein,
sich zu äussern - Sie werden beim Vorgesetzten „angeschwärzt“ - Anschreien
oder lautes Schimpfen - ständige Kritik an der Arbeit oder am Privatleben
- Telefonterror - E-Mailterror - mündliche oder schriftliche Drohungen
- Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke und Gesten, durch Andeutungen,
ohne dass man etwas direkt ausspricht - es werden Gerüchte verbreitet -
Sie werden wie "Luft" behandelt“ -- Coach, Coaching, Coaching-Sitzung,
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